Tropenhaus Basel

Tropenhaus im Botanischen Garten

2015
Generalplanung
Auftraggeber: Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt

In dem mit architektonischen Elementen reich befrachteten Umfeld wird bewusst auf eine zurückhaltende Intervention gesetzt. Zwei gegeneinander verschränkte Volumen bilden eine unaufgeregte Hülle, die sich zurückhaltend in den Hof einfügt. Die einfachen, fassbaren Volumen stellen die Pflanzenwelt in den Mittelpunkt und lassen Innen und Aussen verschmelzen.
An der nordwestlichen Gebäudeecke taucht der Besucher in die tropische Welt ein. Vom Foyer aus führt der Besucherrundgang durch die tropische Vegetation, präzise eingesetzte Ausweitungen und eine als Arena ausformulierte Treppenlandschaft mit dem Titanwurz im Mittelpunkt unterstützten den Besucherfluss. Eine Passerelle erlaubt den Einblick in die Höhenstaffelung der Pflanzenwelt. Der Berg-Nebelwald wird im nördlichen Gebäudekörper untergebracht.
Die Gebäudevolumen sind geprägt durch eine Verschmelzung von Hülle und Tragwerk. Die vertikale Lastabtragung erfolgt im regelmässigen Raster der konventionell verglasten Pfosten-Riegel Konstruktion. Die Pfosten der Verglasung sind gleichzeitig die Stützen der Halle. Im Dach werden die Riegel der Dachverglasung zu effizient tragenden Fachwerken erweitert. Die untere Ebene der Fachwerke wird ebenfalls verglast, um in der Zwischenschicht5 den sommerlichen Wärmeschutz zu ermöglichen. Dieser lässt sich diagonal innerhalb der Tragstruktur anordnen und erlaubt auch bei gezogenen Segeln den Blick durch die Vegetation in den Himmel.
Die Längsneigung der Dächer erlaubt den thermisch induzierten Auftrieb der Luft und gleichzeitig eine fachgerechte Entwässerung des Daches. Die horizontale Lastabtragung erfolgt über Aussteifungsseile im Dach und in den Fassaden. Daraus  ergibt sich eine sehr transparent wirkende Stahl- und Glashülle.

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